Analyse der Hepatitis-C-Situation bei den drogenkonsumierenden Personen in der Schweiz

TitleAnalyse der Hepatitis-C-Situation bei den drogenkonsumierenden Personen in der Schweiz
Publication TypeReport
Year of Publication2015
AuthorsCominetti, F, Simonson, T, Dubois-Arber, F, Gervasoni, J-P, Schaub, M, Monnat, M
Series TitleRaisons de santé
Document Number234b
Pagination182
Date Published02/2015
InstitutionLausanne: Institut universitaire de médecine sociale et préventive (IUMSP), Centre d'évaluation et d'expertise en santé publique (CEESAN) ; Service de la Santé Publique (SSP) ; Zürich : Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung (ISGF)
CityLausanne
ISBN NumberISSN 1660-7104
KeywordsHepatitis C, Switzerland
Abstract

Die Analyse der Hepatitis-C-Situation bei den drogenkonsumierenden Personen in der Schweiz beruht auf verschiedenen Methoden: Analyse der publizierten und grauen Literatur zu diesem Thema, Sekundäranalyse verfügbarer Daten, Befragung nationaler Fachpersonen, Befragung drogenkonsumierender Personen (DU), Fallstudien in vier Kantonen (Zürich, Waadt, Aargau, Wallis), Internetumfrage bei den Einrichtungen, die DU stationär oder ambulant behandeln, sowie bei den niederschwelligen Einrichtungen zur Risikominderung. In den vergangenen zwei Jahrzehnten erreichte die Zahl der neu gemeldeten Infektionen mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) Ende der 90er-Jahre eine Spitze mit mehr als 2500 Fällen pro Jahr, wobei mehr als 30 % dieser Fälle Personen betrafen, die intravenös Drogen konsumieren (IDU). Die Zahl neu gemeldeter Fälle sank anschliessend bis auf 1500 Fälle im Jahr 2011 und stieg dann wieder auf mehr als 1700 Fälle im Jahr 2013 an. Der Anteil der IDU belief sich auf etwas mehr 20 % (436 Fälle, kein Wiederanstieg der Anzahl neuer Fälle in dieser Bevölkerungsgruppe). Die für die Gesamtbevölkerung der Schweiz geschätzte Prävalenz der HCV-Infektionen bewegt sich je nach Autor zwischen 0,7 % und 1,75 %. Bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), ist dieser Wert etwas höher (2 %). Bei Staatsangehörigen aus Ländern mit einer höheren Prävalenz (Afrika südlich der Sahara, bestimmte Länder des Nahen Ostens und Südostasiens) ist die Prävalenzrate vermutlich erhöht; es sind jedoch keine Werte bekannt. Auch in Gefängnissen ist die HCV-Prävalenz höher als in der Gesamtbevölkerung, da DU und Staatsangehörige aus Ländern mit höherer Prävalenz stärker vertreten sind (zwischen 5 und 10 %). Es wird davon ausgegangen, dass es bei etwa zwei Drittel der Fälle zu einem chronischen Krankheitsverlauf kommt.

URLhttp://www.iumsp.ch/Publications/pdf/rds234b_de.pdf
Citation Key / SERVAL IDserval:BIB_786F970CCEEC
Projets de recherche et mandats IUMSP: 
Type de publication IUMSP: 

                         

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